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Katzenpsychologie, Katzenverhaltenstherapie, Tierpsychologie, Haustierverhaltenstherapie


Katzenkinder

Alles für die Katz'

Die Anschaffung eines Haustieres sollte immer sehr gut und gründlich überlegt sein. Jedes Tier erfordert täglich Zeitaufwand und natürlich Kosten, nicht nur zu Anfang sondern das ganze Tierleben lang. Wer noch nie ein Haustier hatte, tut gut daran, ein älteres Tier vorzugsweise aus dem Tierschutz zu übernehmen. Bei älteren Tieren, deren Charakter bereits ausgeprägt ist, findet man oft genau das Tier, was den eigenen Wünschen am ehesten entspricht. Gerade bei Katzen, die als sehr eigenständig gelten, es ist von Vorteil ein erwachsenes Tier auszuwählen, wenn man sich z. B. einen extremen Schmuser oder ein extrem souveränes Tier wünscht. Lassen Sie sich von den Mitarbeitern des örtlichen Tierschutzvereins beraten, die Ihnen ein passendes Tier aussuchen können. Vergessen Sie aber nie: eine Katze ist KEIN Kuscheltier, sondern ein Lebewesen, das Achtung, Respekt und Einfühlungsvermögen benötigt und Bedürfnisse hat, die Sie zu erfüllen bereit sein müssen.

Katzenkinder aufzunehmen, erfordert dazu noch eine gehörige Portion an Toleranz. Leider werden gerade junge Kätzchen oft ganz spontan aufgenommen, weil doch die Nachbarskatze gerade diese süßen Babys hat, denen man einfach nicht widerstehen kann. Ich möchte hier kurz aufzeigen, worauf man achten und gefasst sein muss, wenn man ein junges Kätzchen bei sich aufnehmen möchte.


alle Kitten sind niedlich


mit einem gleichaltrigen Sparringspartner trainiert es sich am besten

Sollen die Katzenkinder ausschließlich im Haus oder der Wohnung leben und sind Sie dazu auch noch Vollzeit berufstätig, nehmen Sie bitte unbedingt 2 Kitten, nach Möglichkeit gleichgeschlechtliche und Geschwister. Junge Kätzchen brauchen für ihre Entwicklung unbedingt einen Artgenossen gleichen Alters zum Toben, Spielen und Kräftemessen uvm. Auch wenn Sie sich noch so viel mit dem Kätzchen beschäftigen, den Artgenossen können Sie nicht ersetzen. Wenn Sie nur eine einzelne Katze aufnehmen können, nehmen sie eine erwachsene Katze, von der bekannt ist, dass sie sich nicht mit Artgenossen verträgt.

Das beste Alter für die Aufnahme der Kätzchen liegt bei
frühestens 12, besser 14 Wochen. Idealerweise waren sie bis dahin zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern und hatten dabei auch schon viel liebevollen Kontakt zu Menschen und/oder auch anderen Tieren.

Apropos: 'Alt' ist bei der Katze relativ – eine Katze ist mit 2 – 3 Jahren erwachsen – und kann bis zu 20 Jahre alt werden.



Erfahrungsgemäß harmonieren
gleichgeschlechtliche Geschwister am besten - also Kater + Kater und Kätzin + Kätzin. Gibt es mehrere Kätzchen in dem Wurf, ist es sinnvoll, sie nicht nach der Wunschfarbe auszuwählen, sondern zu schauen, wer mit wem am liebsten zusammen liegt und sich augenscheinlich auch gut verträgt. Gibt es nur ein einzelnes Katzenkind, besorgen Sie ihm ein gleichaltriges, gleichgeschlechtliches dazu und nehmen Sie dann beide gemeinsam im neuen Zuhause auf. In den Tierheimen in ganz Deutschland warten unzählige Jungkatzen jeden Alters auf ein gutes Zuhause.

Wenn Sie eine
Rassekatze möchten, suchen Sie sich einen guten Züchter. Gut sozialisierte, durchgeimpfte und gesunde Rasse-Kätzchen haben ihren Preis. Zu guten Züchtern dürfen Sie nach Hause kommen und dort auch die Katzenmutter kennenlernen. Wenn Züchtern Ihnen auf den Zahn fühlen, ist das sinnvolles Misstrauen. In der Regel schauen sich gute Züchter auch das künftige Zuhause ihrer Zöglinge an.



zwei Katzen - doppelter Spaß!



Kitten in der Wohnung brauchen einen Artgenossen



Natürlich kosten
zwei Kätzchen mehr als nur eines, was Futter und Tierarztkosten angeht. Den Spaß durch das miteinander Toben haben aber nicht nur die beiden Jungkatzen. Es gibt kaum eine schönere Unterhaltung, als diesen beiden Rabauken bei ihren Kapriolen zuzuschauen. Beobachten Sie genau, wie sich zwei junge Kätzchen miteinander beschäftigen. Kein Mensch und kein noch so tolles Spielzeug kann diese Art des sozialen Spiels ersetzen.


Achtung!
Auch zwei oder mehrere Katzen benötigen zwingend zusätzliche Beschäftigung durch den Menschen. Das gilt natürlich ganz besonders, wenn sie ausschließlich in der Wohnung gehalten werden sollen. Beschäftigung der Katzen ist dann ein Muss - Tag für Tag ein ganzes Katzenleben lang.



Der
Sicherheitsaspekt ist bei jungen Katzen viel größer, als bei souveränen älteren Tieren. Junge Katzen neigen viel eher dazu, ohne Rücksicht auf Verluste durch die Wohnung zu rasen. Dabei können Gegenstände zu Bruch gehen, Tischdecken heruntergezogen werden. Auch das Hochklettern an Hosenbeinen und/oder Gardinen gehört zu einer nicht seltenen Kitten-Sportart. Also bringen Sie rechtzeitig in Sicherheit, was Ihnen lieb und teuer ist und seien Sie tolerant, sollte doch mal etwas zu Bruch gehen.

Sorgen Sie unbedingt dafür, dass die Kätzchen sich nirgends verletzen können, vor allem, wenn Sie nicht im Hause sind. Kleine Katzen knabbern gern an verschiedenen Dingen, z. B. Schnüren oder Gummibändern und leider auch an elektrischen Kabeln.
Verstauen Sie daher alles so, dass die Kleinen nicht rankommen. Auch das Katzenspielzeug muss sicher sein, Spielzeuge dürfen keine kleinen Plastikteile haben, die ein Kätzchen verschlucken könnte.



Bänder, Schnüre usw. können gefährlich für Kätzchen werden


Katzenangeln dienen dem interaktiven Spiel zwischen Mensch und Katze und sind gut und
sicher zu verstauen, wenn NICHT aktiv gespielt wird.



Für das interaktive Spiel mit den Katzenkindern, gibt es Spiel-Angeln, Federwedel usw. Oder verwenden Sie einfach lange feste Schnüre an denen Sie etwas
vor den Kätzchen wegziehen. Das interaktive Spiel mit den Menschen macht allen Katzen Spaß. Spielen Sie niemals mit ihren eigenen Händen und Füßen mit den Kätzchen - besonders Kindern sollten Sie das unbedingt verbieten. Die junge Katze gewöhnt sich an dieses „Spielzeug“ und beißt und kratzt auch später nach Herzenslust in Hände und Füße. Verstauen Sie die Spielzeuge für das interaktive Spiel anschließend. So bleiben sie zum einen interessant für die Katze/n, zum anderen könnten sich die Kitten an Schnüren strangulieren!

Katzen lieben Abwechslung. Wechseln Sie Angeln usw. regelmäßig, besorgen Sie neue 'Fangobjekte'. Jede Katze hat ihre eigenen Vorlieben, probieren Sie aus, was Ihre Katze mag und seien Sie kreativ.


Spielzeug muss ungefährlich sein...


Elektrokabel sind kein Katzenspielzeug - kleine Kätzchen sollten keinen Zugang zu ihnen haben.



Die kleinen Katzen brauchen natürlich alles, was die großen auch brauchen. Auch der Platzbedarf ist der gleiche, wie bei erwachsenen Katzen, denn schließlich werden die Kätzchen auch mal groß. Kaufen Sie von Anfang an ein
großes Katzenklo, je größer, je besser. Ich empfehle eine Größe von mindestens 45 x 65 cm.

Katzen lieben es, ausgiebig
im Klo zu buddeln, sich dabei zu drehen und wenden, ohne eingeengt zu sein. Das sollte für sie auch noch möglich sein, wenn sie ausgewachsen sind. Babykatzenklos benötigen Kitten bis zur maximal 6. Lebenswoche. Wenn sie einmal problemlos über den Klorand klettern können, nehmen sie meistens das größte Klo, das im Angebot ist – und bitte ohne Haube oder gar Klappe! Diese Utensilien sind für die Menschen gemacht, die meisten Katzen mögen sie gar nicht.


Auch die Kleinen suchen sich oft das größte Klo aus, wenn sie die Wahl haben!


Auch bei Kratz- und Kletterbäumen gilt: zu groß gibt es nicht.



Das gleiche gilt für
Kratzbäume - je größer, je besser. Die kleinen Minikratzbäumchen sind allenfalls für Katzenbabies eine Herausforderung. Kitten von 12-14 Wochen erklimmen auch die höchsten Klettermöglichkeiten mühelos.

Haben Sie
wenig Wohnraum ist es sinnvoll diesen mit sogenannten Catwalks für die Katzen zu erweitern. Katzen liegen und laufen gerne erhöht. Einfache Regalbretter, die mit einer rutschfesten Unterlage versehen sind, tun gute Dienste. Achten Sie darauf, dass es immer einen Auf- und einen Abstieg gibt, die Katze also nicht in einer Sackgasse festsitzt. Besonders im Mehrkatzen-Haushalt ist das extrem wichtig.




Sowas ist nur für die ganz Kleinen (4 - 8 Wochen)





...schon viel zu klein für einen 12 Wochen alten Kater



Jedes Kätzchen sollte ihren eigenen Futternapf bekommen, auch wenn sie manchmal noch gemeinsam aus einem Napf futtern.

Als
Futterschalen eignen sich z. B. kleine Porzellan- oder Keramikteller. Aus hygienischen Gründen meiden Sie bitte Plastiknäpfe.



Kleine Katzen können schon gut beißen. Nur während des Zahnwechsels brauchen sie
etwas weichere Nahrung.






Von flachen Tellen frisst es sich, wenn man so klein ist, am besten.





© 2007 - 2018 Sabine Schmidt



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